GirlsDay 2026 Header für den Blog

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft in rasantem Tempo. Doch so leistungsfähig die Technologie auch ist: Sie bleibt ein von Menschen entwickeltes System. Genau deshalb entscheidet nicht nur die technische Qualität darüber, wie erfolgreich KI eingesetzt werden kann, sondern auch die Frage, wer sie entwickelt – und nach welchen Prinzipien.

Genau deshalb gehören Themen wie Frauenförderung, MINT-Nachwuchs, die ethische Umsetzung von Innovationen und der bewusste Umgang mit Ressourcen untrennbar zusammen. Das zeigt sich besonders im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und den Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen beim Einsatz der neuen großen Sprachmodelle. Ganz im Sinne unserer Konzernmutter Fujitsu verankern wir Diversity, Equity & Inclusion weithin sichtbar in unserer Nachhaltigkeits- und Unternehmensagenda: mit der Teilnahme an Initiativen wie dem Girls’Day, selbstgesteckten Zielen zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungsrollen und vielfältigen internen Engagements wie der D&I Week oder dem Woman Business Network. Fujitsu hat zudem die UN Women’s Empowerment Principles unterzeichnet und wir verankern Diversity & Inclusion als festen Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

KI bei Fsas Technologies: souverän, vertrauenswürdig, einsatzbereit

Während KI in vielen Unternehmen noch als Experimentierfeld gilt, liegt der Fokus bei uns klar auf praktischem, souveränem und verantwortungsvollem Einsatz.

Im Zentrum stehen dabei drei Prinzipien:

  • Souveränität: Kontrolle über Daten und Infrastruktur, z. B. durch On-Prem-Ansätze wie Private GPT
  • Vertrauen: transparente, nachvollziehbare Systeme die nach ethischen Prinzipien handeln
  • Praxisnähe: konkrete Lösungen statt theoretischer Modelle

Gerade im europäischen Kontext gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung. Organisationen wollen KI nutzen – aber ohne Abhängigkeiten, ohne Kontrollverlust und im Einklang mit ihren eigenen Werten und regulatorischen Anforderungen.

Girls’Day: KI verstehen, statt nur nutzen

„Wie entsteht eigentlich eine KI? Und warum liefert sie manchmal falsche oder einseitige Informationen oder Bilder? Bei der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Girls’Day machen wir genau das erlebbar. Die Schülerinnen bauen Schritt für Schritt ein vereinfachtes KI-Modell nach. Mit modellhaften „Trainingsdaten“ lernen sie, wie eine KI Muster erkennt – und wie dabei sogenannte Biases entstehen können.

Ein besonderes Highlight: Die Teilnehmerinnen können der KI selbst gezielt falsche Informationen beibringen und anschließend beobachten, wie sich das Modell verändert.

So wird deutlich: KI ist kein „Black Box Zauber“, sondern ein lernendes System, dessen Verhalten maßgeblich von den eingegebenen Daten bestimmt wird und die Verantwortung liegt immer beim Menschen.

Gleichzeitig lernen die Schülerinnen die Vielfalt an Berufsbildern kennen, die für moderne KI notwendig sind – von Entwicklerinnen über Datenwissenschaftlerinnen bis hin zu Ethikerinnen und Juristinnen. Technische Innovationen mit breitem gesellschaftlichem Nutzen sind längst keine Leistung Einzelner mehr sondern das Ergebnis von offener und interdisziplinärer Zusammenarbeit.“, fasst Anne-Marie Tumescheit, Strategic Technology Consultant eines der Exponate zum diesjährigen Girls’Day zusammen.

Wer KI versteht, kann sie gestalten, denn Vertrauen in KI entsteht nicht am Ende – sondern am Anfang

„Wir verstehen ethisch verantwortungsvolle KI nicht als Zusatz, den man am Ende auf ein System aufsetzt. Vertrauen muss von Anfang an mitgedacht werden – von der Datengrundlage über das Modellverhalten bis hin zu Transparenz, Governance und menschlicher Verantwortung.

Gerade wenn KI in sensiblen oder geschäftskritischen Kontexten eingesetzt wird, müssen Fairness, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle mit der technischen Leistungsfähigkeit Schritt halten. Deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit der Frage, was KI kann, sondern auch damit, unter welchen Bedingungen sie zuverlässig, nachvollziehbar und fair eingesetzt werden kann.

Dazu entwickeln wir Technologien zur Fairness-Prüfung und für die Minderung des Bias in Daten. Außerdem können mit Hilfe unserer Plattform „Fujitsu AI Ethics for Fairness“ auch Entwicklerinnen und Entwickler ohne tiefes Spezialwissen Fairness prüfen und subtile, kombinierte Verzerrungen erkennen beziehungsweise mindern.“, führt Alena Fojtík, Senior Data Scientist und Fujitsu Fellow, weiter aus.

Warum der Bias in Trainingsdaten kein Fehler, sondern ein Systemproblem ist

„Wenn wir über Bias sprechen, meinen wir nicht offensichtliche Falschinformationen oder einzelne Fehler, sondern systematische Verzerrungen. Diese können in Trainingsdaten entstehen, durch Modellentscheidungen, durch menschliches Feedback oder sogar durch die Nutzung selbst.

Das macht Bias zu einer der größten Herausforderungen moderner KI und zu einer der zentralen Fragen für alle, die KI entwickeln, einsetzen oder regulieren. Denn er ist nicht komplett vermeidbar – nur reduzierbar. Genau deshalb brauchen wir hochwertige Daten, diverse Teams, transparente Prozesse und technische Gegenmaßnahmen. Und am Ende auch immer die Möglichkeit, dass noch einmal ein Mensch in den Prozess eingreifen oder ihn korrigieren kann, wenn es nötig sein sollte.

Bias zeigt sich in vielen Formen. Dazu gehören zum Beispiel demografische (z. B. Geschlecht, Alter), kulturelle oder geopolitische, sprachliche oder ideologische Aspekte. Je nach Anwendungsfall prägen sich diese dann ganz unterschiedlich in den Entscheidungen bzw. Antworten aus, die wir von der jeweiligen KI erhalten.

Und er hat reale Auswirkungen: von verzerrten Informationen bis hin zu unfairen Entscheidungen in sensiblen Bereichen wie HR oder Gesundheit.“, erläutert Max Schwarzer, Data Scientist, die Herausforderung beim Erstellen von Trainingsdatensätzen.

Zukunftstechnologie braucht Haltung

Ob Frauenförderung, KI-Strategie, souveräne Plattformen, nachhaltige Hardware oder IT-Services – all diese Themen gehören zusammen. Wer KI zukunftsfähig machen will, muss nicht nur Rechenleistung, Modelle und Infrastruktur liefern. Genauso wichtig sind die Menschen, die diese Systeme bauen, prüfen, hinterfragen und verbessern. Wir setzen genau dort an: mit Technologiekompetenz, mit Fokus auf vertrauenswürdige und souveräne KI und mit dem Anspruch, mehr Menschen für MINT und verantwortungsvolle Digitalisierung zu gewinnen. Gerade in einer Zeit, in der KI immer stärker in sensible Entscheidungen hineinwirkt, ist das keine weiche Begleitmusik, sondern eine zentrale Voraussetzung für tragfähige Innovation.

Denn am Ende gilt:
Nicht die KI entscheidet über die Zukunft – sondern die Menschen, die sie gestalten. Wir laden Sie ein diese Menschen kennenzulernen – auf dem Fsas Technologies Summit vom 1. – 2. Juli 2026 in München. Alle Informationen, die Agenda und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Neben dem Thema KI hat die Fujitsu auch in diesem Jahr wieder einen Workshop zu „Stadtvisionen in 3D mit CoSpaces Edu“ angeboten. Unter den Gesichtspunkten „Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?“ und „Was beschäftigt dich in deinem Lebensraum, deinem Stadtteil?“ konnten die Teilnehmerinnen mit Hilfe der 3D-Software CoSpaces Edu ihre Ideen digital umsetzen. Anschließend animierten sie ihre Modelle mit Code und konnten sie in der virtuellen Realität ausführlich erkunden und ihre eigenen Lösungen auf den Prüfstand stellen.


Einen Einblick in die Erlebnisse des diesjährigen Girls’Day finden Sie hier:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Autor

  • Anne-Marie Tumescheit

    Anne-Marie Tumescheit führt ihre langjährige Erfahrung in Wissenschaftskommunikation und Technologiethemen zusammen, um komplexe Zukunftstechnologien wie z. B. KI oder Quantentechnologien verständlich und greifbar zu machen. Sie verbindet strategisches Denken mit zukunftsrelevanten Fragestellungen und gestaltet den Diskurs im Bitkom-Arbeitskreis "High Performance und Quantum Computing" als Mitglied des Vorstands. Dabei muss sich jede neue Technologie immer den Kriterien von Nachhaltigkeit und unternehmerischen Einsatzmöglichkeiten stellen. Anne-Maries Ziel: den Nutzen innovativer Technologien sichtbar machen – für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.

    Jetzt vernetzen: LinkedIn

    Alle Beiträge