Überblick über die Hauptbühne am Fsas Technologies Summit 2026

Welche IT-Herausforderungen stehen bei Ihnen noch auf der Liste für dieses Jahr? Welche Fragen haben Sie durch den Sommer begleitet und werden auch in den kommenden Monaten relevant bleiben? KI-Einführung, Cloud-Strategie, Zukunftstechnologien: Bei vielen Unternehmen stapeln sich die Themen, während die Zeit knapper wird. Drei davon haben uns in diesem Sommer besonders beschäftigt, und wir teilen, was wir dabei gelernt haben.

KI im Mittelstand

KI ist das Gesprächsthema des Jahres. Das war es auch letztes Jahr. Und das Jahr davor. Was sich verändert hat, ist der Reifegrad der Diskussion. Während lange Zeit vor allem über Potenziale gesprochen wurde, rückt zunehmend eine andere Frage in den Vordergrund: Was zahlt sich in der Praxis aus, und was bleibt auf der Folie stehen?

Gerade im Mittelstand zeigt sich, dass der Einstieg selten dort gelingt, wo man ihn erwartet. Große, komplexe KI-Projekte scheitern häufig an unklaren Datengrundlagen, unrealistischen Erwartungen oder an der schieren Komplexität der anvisierten Lösung. Was trägt, sind überschaubare Anwendungsfälle mit klarem Scope. Ein zentrales Vertriebspostfach, das täglich hunderte E-Mails zu unterschiedlichsten Themen erhält, ist kein Vorzeigeprojekt auf dem Papier. Im Arbeitsalltag ist es aber genau der Ort, an dem repetitive Aufgaben Zeit fressen, die anderswo fehlt. Lieferstatus, Rechnungskopien, Statusanfragen: Wer definiert, welche dieser Anfragen vollautomatisch bearbeitet werden können, und das datenschutzkonform On-Premise umsetzt, hat einen messbaren Entlastungseffekt, ohne das Unternehmen auf den Kopf zu stellen.

Ähnlich verhält es sich beim Thema KI-gestütztes Coding. Die Produktivitätsgewinne durch moderne Coding Agents sind real und messbar, 20 bis 30 Prozent schnellere Entwicklungszyklen, bessere Dokumentation, stabilere Softwarequalität. Für Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen oder sensiblen Daten war dieser Vorteil lange unerreichbar, weil gängige Tools den Code nach außen übertragen. Souveräne, intern gehostete Ansätze schließen diese Lücke und machen agentisches Coding auch dort nutzbar, wo Compliance strikte Grenzen zieht.

Was beide Beispiele zeigen: Der Mehrwert entsteht durch konkreten Einsatz, durch Ausprobieren, Messen und schrittweises Ausbauen. Wer darauf wartet, das perfekte Projekt zu finden, wartet zu lange. Auf dem Fsas Technologies Summit 2026 haben Tatjana Kreim, Torsten Männig und Dr. Jan Nikeli genau diese Erfahrungen aus ihrer eigenen Praxis geteilt.

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Digitale Souveränität

Souveränität ist eines der meistgenutzten Wörter der IT-Branche in diesem Jahr. Es ist auch eines der unschärfsten. Neun von zehn deutschen Unternehmen greifen auf amerikanische oder chinesische Technologie zurück, gleichzeitig wächst der Wunsch nach digitaler Unabhängigkeit. Dieser Widerspruch ist real, und er lässt sich nur auflösen, wenn man ehrlich benennt, was Souveränität im eigenen Kontext eigentlich bedeuten soll.

Das BSI hat mit dem C3A-Rahmenwerk eine Struktur geschaffen, die zeigt, wie viele Dimensionen dieser Begriff umfasst: Jurisdiktion, Betriebssouveränität, Techniksouveränität, Datensouveränität. Vollständige Souveränität über alle diese Dimensionen hinweg anzustreben, ist in den meisten Unternehmen weder realistisch noch sinnvoll. Die eigentliche Frage ist daher nicht, wie man Hyperscaler komplett ersetzt, sondern wo eine europäische Alternative tatsächlich Sinn ergibt.

Europäische Anbieter für definierte Workloads heute konkret einsetzbar. Storage, Netzwerkressourcen, Datenbankinfrastrukturen: Das lässt sich migrieren. Bei Collaboration-Prozessen oder tief integrierten Plattformabhängigkeiten sieht die Lage anders aus. Wer das ehrlich bewertet, kommt zu einem hybriden Ansatz, der je nach Workload und Risikoprofil entscheidet, wo welche Technologie zum Einsatz kommt.

Kurz: Souveränität ist kein Zustand, den man einmalig erreicht. Es ist eine Haltung, die kontinuierliche Entscheidungen verlangt. Auf dem Fsas Technologies Summit 2026 wurde genau diese Debatte geführt, direkt, ohne Schönfärberei und mit klaren Positionen. Die Session mit Chris Norman Bischoff und Felix Lukas Eiden gibt es auf YouTube.

Bildschirm der Bühne vom Fsas Technologies Summit 2026Quantencomputing

Quantencomputing steht noch am Anfang. Das ist keine Schwäche, sondern eine Einschätzung, die hilft, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wer heute die Technologie versteht, ihre Grenzen kennt und weiß, für welche Szenarien sie relevant werden könnte, ist in einigen Jahren deutlich besser aufgestellt als jemand, der dann erst anfängt.

Das Grundprinzip: Während ein klassisches Bit entweder 0 oder 1 ist, kann ein Qubit beide Zustände gleichzeitig einnehmen. Mit jedem zusätzlichen Qubit verdoppeln sich die parallel verarbeitbaren Informationen. Für bestimmte Problemklassen, komplexe Optimierungen, Materialsimulationen, kryptografische Berechnungen, ergibt sich daraus ein Rechenvorteil, den klassische Hardware strukturell nicht erreichen kann. Aber Quantencomputer brauchen andere Algorithmen und andere Fachkenntnisse. Der eigentliche Engpass liegtbeim Know-how.

Was Unternehmen heute konkret tun können, ist Quantum Readiness aufzubauen. Das bedeutet: verstehen, welche Prozesse theoretisch von Quantensystemen profitieren könnten, prüfen, welche Auswirkungen die Weiterentwicklung dieser Technologie auf bestehende Verschlüsselungsinfrastrukturen hat, und anfangen, intern Kompetenz aufzubauen. rechnet damit, ab 2030 erste praxistaugliche Systeme anbieten zu können. Wer bis dahin wartet, um sich mit dem Thema zu beschäftigen, verliert wertvolle Vorlaufzeit. Auf dem Summit haben Dr. Chrstian Tobeck, Dr. Daniel Stadler und Dr. Almuda Justo Martínez den aktuellen Stand der Technologie und reale Anwendungsfälle aus Europa und Japan vorgestellt.

Alle Aufzeichnungen auf YouTube

Wer die hier vorgestellten Themen vertiefen oder weitere Vorträge unserer Partner und Expert*innen entdecken möchte, findet alle Aufzeichnungen auf unserem YouTube-Kanal. Neben den drei hier besprochenen Sessions gibt es dort noch einiges mehr: den Realitätscheck zur Server-Hardware mit PRIMERGY, Intel und Supermicro, die Diskussionsrunde zu echter Cyber Resilience mit NetApp und Brocade, den Praxisbericht zur Proxmox-Migration mit Kund*innen aus der Industrie sowie die Masterclass zum VMware-Exit und konkreten Migrationspfaden zu alternativen Hypervisoren. Wer nach einem Einblick für die Zukunft sucht, sollte sich den Vortrag von Christian Schulte „The end of IT as we know it“ nicht entgehen lassen.

Unsere Playlist aller Vorträge Tag 1: Finden Sie hier!

Unsere Playlist aller Vorträge Tag 2: Finden Sie hier!

Autor

  • Petra Rodde-Schäfer

    Petra Rodde-Schäfer ist seit über 20 Jahren in der IT-Branche beschäftigt und aktuell für das Marketing in Deutschland bei Fsas Technologies - a Fujitsu company verantwortlich. Ihre Beiträge handeln rund um Themen wie Rechenzentren, KI, Technologietrends und Branchen-Events.

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